Bochum ist eine schöne Stadt. Wer an das Ruhrgebiet denkt, der denkt auch gleichzeitig meist an die ganz großen Städte des Ruhrgebietes, zu denen auch Bochum zählt. Bochum ist eine Stadt mit Geschichte. Schon seit dem Jahr 1321 hat Bochum offizielle Stadtrechte. Steinkohle spielte auch schon im 14. Jahrhundert eine Rolle in der Umgebung von Bochum, allerdings blieb diese Rolle bis zum letzten Jahrhundert eher untergeordnet. Bochum und Steinkohle gehörten ca. ab dem Jahr 1832 immer mehr zusammen. Der Bochumer Bergbau baute ab diesem Zeitpunkt die Steinkohle auch immer mehr Untertage ab und bildete damit die Basis für die in den folgenden Jahren entstehende Schwerindustrie.
Die Industrialisierung in Bochum nahm seinen Lauf. 1905 wurde die Stadt Bochum mit über 100.000 Einwohnern zur Großstadt im Ruhrgebiet ausgerufen. Der Bergbau in Bochum boomte. 1975 erreichten die Einwohnerzahlen von Bochum mit 417.336 gemeldeten Menschen ihren bisherigen Höchststand. Seit dem sind die Bewohnerzahlen von Bochum leicht rückläufig. Heute zählt die Stadt um die 380.000 Einwohner.
Anfang des 19. Jahrhunderts war fast ein Drittel der Bevölkerung im Bochumer Bergbau beschäftigt. Die Bergmänner in Bochum fördern zu dieser Zeit weit über fünf Mio. Tonnen Kohle zu Tage. Im Laufe der Zeit gab es 17 Großschachtanlagen zum Abbau von Steinkohle in Bochum. Der letzte der 17 Schächte wurde im Jahr 1973 geschlossen. Das Deutsche Bergbau Museum in Bochum zeugt von dieser Zeit und führt alle Besucher zurück in die florreiche Zeit der Industrialisierung von Bochum.
Der Strukturwandel in Bochum hat allerdings auch schon vor der Schließung eingesetzt. Die Opel AG ließ sich mit einem Zweigwerk in Bochum nieder. Und auch BP ist in Bochum vertreten. Stahl und Kohle spielen in Bochum kaum noch eine wirtschaftliche Rolle. Wie in vielen anderen Städten auch ist auch in Bochum der Dienstleistungssektor stark gewachsen. Zudem ist Bochum eine Universitätsstadt.
Ein Punkt der Route Industriekultur in Bochum ist das Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen. Mit über 45.000 m² ist es das größte deutsche private Eisenbahnmuseum. Die Besucher können alle Anlagen des stillgelegten Bahnbetriebes betrachten von der Drehscheibe bis hin zur Bekohlungsanlage.